Ausbildung

Discover Counter-Impulse: Zum Ausbildungsauftakt auf Inforeise

30. Oktober 2026Ausbildung · Europa · Spanien · Inforeise

Zu den 150 teilnehmenden Expedient*innen des neuen Tagungsformats Counter-Impulse von Discover Airlines gehörten auch Leyla und Anja vom ADAC Reisebüro Koblenz. Und während eine von ihnen damit schon vorm ersten Tag in der Berufsschule erstmals eine Inforeise erlebt hat, nimmt auch die Kollegin mit über 20 Jahren Berufserfahrung spannende Erkenntnisse mit, die sie vor allem dem Blickwinkel der Auszubildenden zu verdanken hat. 

Anja Gross-Kölsch und Leyla Avdiu vorm Abflug in Jerez de la Frontera. Foto: privat

Mit fünf Tagen Tagung im Rücken, einigen Site Inspections, gut zwei Dutzend Workshops und Produktpräsentationen, etlichen persönlichen Gesprächen im Rahmen der Reisemesse herrscht Aufbruchsgewusel am Flughafen in der andalusischen Stadt Jerez de la Frontera. Die einen tauschen noch Nummern aus und vernetzen sich mit Kolleg*innen, andere haben schon Kopfhörer im Ohr und beobachten aus dem Augenwinkel, wie der Flieger mit dem großen Discover-Logo allmählich fürs Einsteigen der Passagier*innen bereit gemacht wird. Mittendrin sitzen auch Anja Gross-Kölsch und Leyla Avdiu, für die es via Frankfurt gleich zurück nach Koblenz geht, wo beide im ADAC Reisebüro arbeiten.

Für Anja hätte es eine Inforeise werden können wie viele andere. Netzwerken mit Außendienst-Teams, Wiedersehen mit Kolleg*innen, zahlreiche neue Bekanntschaften, hin und wieder vielleicht sogar mal ein kurzer Abstecher zum Durchatmen an den Strand. Dass die Erfahrung tatsächlich ganz anders ausgesehen hat, lag am Ausbildungsstart einer jungen Kollegin, die sie gleich so sympathisch fand, dass man sie kurzentschlossen gefragt hat, ob sie nicht Lust auf eine Tagung in Andalusien hätte. 

Kopfkino und reale Erfahrungen

Leylas erste Reaktion, als die Kolleginnen sie in der zweiten Ausbildungswoche auf die Idee ansprechen: „Meint ihr das jetzt ernst?“ Denn wie viele vor ihr ist sie zwar dank ihrer Freude am Reisen auf die Idee gekommen, eine Ausbildung im Reisebüro zu absolvieren – aber auch einigermaßen realistisch an die Sache herangegangen. Sie gehöre zu der Sorte Mensch, die Erlebnisse für andere planen und sich an den Bildern, die dabei im eigenen Kopf entstehen, besonders erfreuen: „Polarlichter, eine besondere kleine Aufmerksamkeit, die die Hochzeitsreise besonders macht... Dass ich solche Momente organisieren kann, macht den Job für mich schon ohne selbst unterwegs zu sein zu etwas ganz Besonderem.“

Daran, dass sie schon wenige Wochen selbst im Flieger sitzen würde und eine für sie neue Region Spaniens entdeckt, sich nach dem Tagungsprogramm kurzerhand aufs Rad schwingt und auch mit den freundlichen offenen Einheimischen ins Gespräch kommt, hätte sie zu Beginn ihrer Ausbildung nicht gedacht. Ihr Fazit nach der Tagung: „Ich habe unfassbar viel gelernt, zu vielen Produkten nicht nur gleich persönliche Ansprechpersonen, sondern sogar gleich ein richtig lebendiges, persönliches Bild“, sagt die 20-Jährige über ihre erste Erfahrung auf Inforeise. 

Netzwerken unter jungen Reiseprofis

Dabei war die Tagung auch seitens des Veranstalter-Teams von Discover Airlines und dem Branchennetzwerk Expipoint bewusst darauf ausgelegt, dass vom jungen Reiseprofi bis zu den Menschen mit vielen Jahrzehnten Erfahrung in der Reisebranche jede*r einen Mehrwert mit nach Hause nehmen kann. „Gerade weil junge Menschen die Branche noch über Jahrzehnte prägen werden, ist es ein besonderes Anliegen, sie bei neuen Formaten wie den Counter-Impulsen zur Zielgruppe zu machen“, betont Mitorganisator Florian Homm, Senior Manager Sales bei Discover bereits im Vorfeld der Tagung. 

Mit anderen jungen Menschen aus der Branche – von Ansprechpersonen bei Veranstaltern und Destinationen, bis hin zu einigen anderen Azubis und Berufseinsteigerinnen, die gerade die Ausbildung abgeschlossen oder sich als mobile Reiseberaterinnen selbstständig gemacht haben – sei man während der Tage sehr natürlich ins Gespräch gekommen. Bei Workshops und im Rahmen der Reisemesse, genauso wie auf Ausflügen und beim Networking-Abend in Kooperation mit YNG – Junge Reiseprofis.

Auch aus Anjas Sicht gehört genau dieser Austausch zu den wichtigsten Dingen, die Leyla von der Veranstaltung mit nach Hause nehmen kann. Denn gerade beim Netzwerken mit den anderen Azubis ergibt sich für ihre Kollegin eine Gelegenheit, die sie bislang noch gar nicht hatte: sich mit anderen Menschen, die ebenfalls in der Ausbildung sind auszutauschen.

Wichtiges Zeichen von Wertschätzung

Ihre klare Empfehlung für andere Reisebüros ist deshalb: „Wartet nicht bis zum zweiten oder dritten Lehrjahr, sondern traut Azubis ruhig früh schon zu, neue Impulse und Inspirationen genau wie Destinationswissen von Tagungen und Inforeisen mitzunehmen!“ Schließlich habe die Ausbildende nicht nur bei den Workshops und Präsentationen viel mitgenommen und bei der Reisemesse hilfreiche Ansprechpersonen für Praxisfragen kennengelernt. „Ich habe sie auch beobachtet, wie sie beim Abendessen einfach interessiert den Geschichten erfahrener Kolleg*innen zugehört hat“. All das gehört für die erfahrene Expedientin zu den Dingen, die die Nachwuchskollegin bald sehr gut im Arbeitsalltag nutzen kann – was die fünftägige Tagung zur bestens genutzten Zeit macht. 

Das sieht auch Leyla nicht anders, die die Tage wirklich vom Frühstück bis zum abendlichen Radausflug mit Elan genutzt hat. Menschen kennenlernen, Produkt-, Hotel- und Destinationswissen sammeln, mitschreiben, Visitenkarten austauschen, zuhören, mit Einheimischen ins Gespräch kommen, lokale Spezialitäten probieren und Flamenco live erleben – all das sind Kompetenzen, die sie in dieser Form weder in einer klassischen Ausbildungssituation noch im Lehrplan auf dem Plan gestanden hätten. Von der Wertschätzung, die sie von ihren Kolleg*innen und Ausbildungsbeauftragten mit dem Flugticket nach Jerez de la Frontera in die Hand bekommen hat, ganz zu schweigen. „Die ganze Erfahrung hat einfach großen Spaß gemacht und hat darüber hinaus auch richtig viel gebracht“.

Spannende Region, spannendes Format

Was sie neben der Erfahrung einer ersten Inforeise noch vor ihrem ersten Tag in der Berufschule mitnimmt, ist auch eine Menge Leidenschaft für eine Region in Spanien, die sie bislang nicht kannte. “Ich war vor dieser Reise bislang nur in Barcelona und auf den Kanaren – und habe mit Andalusien eine überraschend vielseitige Urlaubsregion, ihre Traditionen und ihre Kultur kennengelernt.” 

Und ihre Kollegin Anja? Sie nimmt neben dem vielen Produktwissen aus den Workshops auch einige aufgefrischte Erinnerungen daran mit, wie sich ihr eigener Start in der Touristik angefühlt hat: “Ich habe mich in einigen Situationen in ihr wiedererkannt”. Gleichzeitig habe sie sich daran erinnert, wie spannend und faszinierend man die Touristik als Berufsanfänger*in wahrnimmt – gerade wenn wie bei der Discover-Tagung so viel Kreativität, junge Ideen und Elan auf dem Tagungsprogramm stehen.

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