Gewusst wie: 7 Networking-Tipps für deine nächste Tagung
Die Tagungssaison in der Touristik steht vor der Tür – und damit viele Chancen, neue Kontakte zu knüpfen, Branchenwissen mitzunehmen und vielleicht sogar den nächsten Karriereschritt vorzubereiten. Mit diesen sieben Tipps gehst du als Berufseinsteiger*in oder Young Professional nicht nur mit neuen Eindrücken, sondern auch mit konkreten Takeaways nach Hause.

Ob eine Tagung nun von einem Verband organisiert wird, von einem Veranstalter oder einer Airline: Gerade der Einstieg in Tagungsprogramme und Reisemessen kann sich vor allem für Berufsanfänger*innen einigermaßen überfordernd anfühlen. Denn zwischen Programmpunkten, Networking, und dem Kennenlernen neuer Produkte ist es gerade für all jene, die die Vielfalt solcher Formate nicht gewohnt sind, schwierig auszusieben, was eigentlich gerade Priorität ist, und woraus man für seinen Berufsalltag nur wenig Spannendes mitnehmen kann. Umso wichtiger ist die richtige Vorbereitung, für die wir einige erprobte Tipps unserer eigenen Team-Mitglieder gesammelt haben.
Tipp 1: Setze dir ein konkretes Ziel
Der vielleicht größte Fehler, den du bei einer Tagung – vor allem als Berufsanfänger*in – machen kannst, ist völlig planlos an die Sache heranzugehen. Denn zwischen Panel-Talks, Impulsvorträgen, Fachpräsentationen und Co. kann man sich schnell verlieren und die wirklich wichtigen Dinge übersehen. Überleg dir deshalb am besten vorab, was du dir genau von deiner Veranstaltungsteilnahme erhoffst und lege dir vielleicht sogar zusätzlich einige Strategien zurecht, wie du deine Ziele erreichen willst.
Das muss nicht gleich ein neuer Job oder ein neues Schwerpunktthema sein. Du kannst auch ganz einfach mit dem Ziel in eine Tagung gehen, neue spannende Kontakte zu knüpfen, indem du etwa drei Menschen oder Unternehman kennenlernst, die dich in irgendeiner Form inspirieren. Dafür kannst du dir die Ziele einigermaßen konkret setzen und eine Art Liste mit in die Tagung nehmen oder einigermaßen frei planen – das wichtigste ist, dass du dir am Ende der Tagung eine klare Antwort auf die Frage geben kannst, ob deine Teilnahme das erhoffte Ergebnis gebracht hat.
Tipp 2: Informiere dich vorab über Programm und andere Teilnehmende
Ebenfalls ein wichtiger Punkt, um zu verhindern, dass du dich im Lauf der Tagung verzettelst und die spannendsten Programmpunkte und Begegnungen verpasst: Wirf vor der Tagung einen ganz bewussten Blick in die Infos, die der Ausrichter vorab herausgibt. Dabei bekommst du häufig nicht nur einen Überblick übers geplante Programm, sondern auch schon Infos zu Aussteller*innen und Speaker*innen. Zur optimalen Vorbereitung, kannst du dir zu allem was spannend klingt einige Zusatzinformationen suchen und so überprüfen, ob ein Thema oder ein Kontakt wirklich zu dir passt.
Auch im persönlichen Gespräch kann es sich lohnen, wenn du vorab schon einige Infos zu Aussteller*innen oder möglichen Kontakten gesammelt hast. Gibt es vielleicht Projekte oder Produkte, die euch verbinden, oder findest du irgendein anderes spannendes Detail, das dabei helfen kann, den Gesprächseinstieg zu erleichtern? Was du lernen musst: Gerade wenn du noch am Anfang deiner Karriere stehst, musst du nicht unbedingt jede Person kennen – es geht vielmehr darum ein Gespür dafür zu entwickeln, wie du schnell herausfindest, ob ein Kontakt oder Thema wirklich zu dir und deinen Zielen passt.
Tipp 3: Bereite offene Fragen vor
Gute Gespräche entstehen selten nur durch Small Talk. Bereite deshalb vorab einige offene Fragen vor, die deinem Gesprächspartner mehr als eine Ja- oder Nein-Antwort ermöglichen und einen Ansatz zu Tage bringen, bei der du in Gesprächen schnell zu Anknüpfungspunkten findest. Einige Beispiele: „Welche Trends beschäftigen euch denn aktuell am meisten?“ oder „Was macht euer Produkt, denn gerade für uns Nachwuchskräfte besonders spannend?“
Was ebenfalls oft besonders gut funktioniert und dir gleichzeitig noch wichtigen Input für deinen eigenen Werdegang liefert, sind Fragen zu persönlichen Erfahrungen in Branche und Arbeitsalltag: „Was hat dir bei deinem eigenen Berufseinstieg am meisten geholfen?“ So erfährst du nicht nur mehr über einen Menschen oder ein Unternehmen, sondern bekommst oft auch wertvolle Einblicke in verschiedene Karrierewege.
Tipp 4: Prioritäten und Flexibilität bei den Programmpunkten
Vielleicht hast du schonmal ein Tagungsprogramm durchgelesen und dich beim Gedanken erwischt, dass eigentlich alles potenziell spannend klingt. Ist es vielleicht auch, aber unserer Erfahrung nach ist nicht jedes Format und jedes Panel für jede*n geeignet. Die schlechte Nachricht: Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, musst du Fehler machen und daraus lernen. Was wir dir aber mit auf den Weg geben können, ist die Erfahrung, dass ein Mix aus klaren Priortäten und der Offenheit für Flexibilität eine gute Mischung ist.
Was wir damit meinen: Plane deine Prioritäten, ohne vorab zu eng festzulegen, womit du genau deine Zeit verbringen willst. Ist ein Panel nicht zum erhofften Schwerpunkt und ein Raumwechsel nicht allzu schwierig umzusetzen: Hör vielleicht doch nochmal beim Talk im Nachbarraum rein, der vielleicht anfänglich nicht ganz so spannend klang. Es kann sich auch immer wieder lohnen, auf einen Vortrag zu verzichten, wenn du dafür ein gutes Gespräch weiterführst oder dich in Ruhe mit einem Aussteller austauschst. Die besten Takeaways entstehen schließlich nicht immer auf der Bühne, sondern manchmal auch bei einer schnellen Kaffeepause.
Tipp 5: Verabrede dich vorab oder informiere dich über Networking-Formate
Bei Tagungen geht es neben neuem Wissen vor allem um Menschen und Community. In vielen Fällen bedeutet das, auch auf dem aufzubauen, was man bereits kennt. Vielleicht hast du Kontakte aus Ausbildung oder Studium oder schonmal wegen einer Frage mit dem Ansprechpartner eines besonders spannenden Unternehmens telefoniert. Es kann nicht schaden, wenn du vor der Teilnahme an einer Veranstaltung mal die Fühler ausstreckst und per E-Mail, Direktnachricht auf Plattformen wie Linkedin oder einem schnellen Anruf versuchst herauszufinden, ob jemand aus deinem Bekanntenkreis oder beruflichen Umfeld auch bei der Veranstaltung ist. Sind sogar Freunde aus Studium oder Ausbildung dabei, kannst du am Ende vielleicht gar taktisch vorgehen und mit deinen Kontakten gemeinsam in die Programmplanung gehen. So fällt die Entscheidung zwischen zwei parallel liegenden Tagesordnungspunkten vielleicht weniger schwer, wenn ihr euch aufteilt und euch im Anschluss auf dem Laufenden haltet.
Viele Veranstaltungen bieten außerdem besondere Formate wie Speed-Networking, thematische Get-togethers, gemeinsame Essen oder spezielle Treffen für Nachwuchskräfte an. Informiere dich vorher, ob es passende Angebote für dich gibt, und nutze sie gezielt. So musst du nicht darauf warten, dass sich zufällig ein Gespräch ergibt.
Tipp 6: Nutze Pausen bewusst
Ein Fehler, den du im Eifer des Gefechts vielleicht auch noch nach Jahren auf Tagungen, Messen und Networking-Veranstaltungen machst: Pausen vergessen oder sie einfach nicht richtig nutzen. Denn bei allen spannenden Gesprächen und Inspirationen im Lauf der Veranstaltungen ist es wichtig, nicht zu vergessen, mal kurz durchzuatmen und den Kopf zu resetten, eventuell auch indem du dir einige Notizen zu den letzten paar Stunden machst. Dafür reicht oft auch eine Kaffeepause oder ein Weg von Programmpunkt zu Programmpunkt im Schlendermodus.
Tipp 7: Social Media nicht vergessen!
Zur Nachbereitung eines Events spielt Social Media nicht nur eine Rolle, wenn es darum geht, neue Kontakte auf Linkedin oder Instagram hinzuzufügen. Vielleicht kannst du auch unterwegs nützlichen Content produzieren, etwa weil eine Tagung in einer ausgefallenen Destination oder einem neuen oder auf irgendeine Art und Weise besonderen Hotel stattfindet.
Versuch dir dazu schon vorab einen Plan zu machen und stelle dir vielleicht sogar regelmäßige Reminder oder Kalendereinträge ein, die dich daran erinnern, welche Zweitnutzung du dir von deiner Tagungsteilnahme erhoffst. Im Idealfall kommst du nicht nur mit neuen Kontakten nach Hause, sondern auch mit einem spannenden Alltagseinblick für deine Kund*innen, vielleicht durch eine Behind-the-Scenes-Story, ein Reel mit Fun Facts oder einfach einen Post mit gemeinsamen Selfies mit den Lieblingskolleg*innen. Auch ein persönlicher Takeaway aus einem Vortrag kann Stoff für einen spannenden Post schaffen und andere auf deine Interessen aufmerksam machen.



